Text und Tier

Vermischtes, Verschmitztes, Sprachliches und Pädagogisches – Jörg Schumacher – Online-Journalist

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Der Hund in der Fabel: Kynopolis von Christine Lehmann

Donnerstag, den 28. Juni 2007
Webnews

Selten hat mich die Beschreibung auf einem Bucheinband so verwirrt, wie bei der Originalausgabe des Buchs Kynopolis von Christine Lehmann. Dieses Buch stammt zwar schon aus dem Jahr 1994, war aber über Booklooker.de noch in großer Zahl sehr preiswert verfügbar. Gesucht und gelesen hatte ich es wegen des Untertitels “rasanter Hundekrimi und wunderschöne Tiergeschichte in einem” und natürlich wegen der Autorin. Enttäuscht wurde ich nicht.

Gute Bücher wie dieses haben eine Eigenart: Je nach Erfahrung des Lesers und der ihn umgebenden Ereignisse lösen sie Gedanken im Kopf aus, die sehr verschieden sein können. Ich kann aus dem Untertitel nur das Wörtchen “rasant” bestätigen. Die Ereignisse fangen harmlos an und überschlagen sich zum Ende hin in dunklen, dichten Bildern voll allegorischer Komponenten und verdichteter Aussagen. Ich habe den Zugang zum Buch erst gefunden, als ich es für mich als gelungene Fabel eingeordnet hatte. Dieses Genre, in denen Tiere menschlich handeln, hat seinen ganz eigenen Reiz. Ob die den Tieren dabei zugeordneten menschlichen Eigenschaften den Tieren nach Meinung des Lesers wirklich entsprechen, ist dabei ohne Belang. Im Zusammenhang mit einem Irish Wolfhound steht der treffende Satz: “Größe macht auch dann Eindruck, wenn sie unaggressiv ist“, andere Kennzeichen der beteiligten Hunde sind der Fabel angepasst und verstärken die gewählten Bilder.
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Mal was Neues: Die Spionage-Hysterie

Freitag, den 22. Juni 2007
Webnews

Da fühlt man sich doch gleich in alte Zeiten zurückversetzt. Laut Golem wird aus Angst vor möglicher Spionage der BlackBerry in Frankreichs Ministerien ganz verboten und in Deutschland die Regierung zu ähnlichen Schritten aufgefordert. Das kommt dabei raus, wenn Interessengruppen im Hintergrund aktiv gegen erfolgreiche Technologien werden und sich Politiker dann eine Begründung einfallen lassen müssen.

Jeder, der eine Mail verschickt, weiß von den üblichen Sicherheitsrisiken. Ist ja wie Postkarte schreiben: Jeder, der will, kann den Inhalt lesen. Der Übertragungsweg ist dabei egal und sowieso nicht nachvollziehbar. Was bleibt also übrig? Verschlüsselung vertraulicher Mails oder gesicherte Übertragung. Dabei hat immer der Hersteller der Verschlüsselung auch den Schlüssel in der Hand. Und da das eigentlich völlig klar ist, bleibt die Frage nach den Hintergründen der öffentlichen Spionage-Hysterie. Die Antwort ist auch wie immer: Wirtschaftliche Interessen auf der einen wie auf der anderen Seite. Spannend wird das Ergebnis der Fraunhofer-Untersuchung – irgendwer wird ja auch diesen Auftrag bezahlen.

[Golem: Deutscher Industrieverband fordert BlackBerry-Verbot]

[Golem: Frankreichs Regierung verbietet BlackBerry]

[Golem: Fraunhofer prüft BlackBerry-Sicherheitsarchitektur]

Nur nicht zu kompatibel sein

Mittwoch, den 20. Juni 2007
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Seit Jahren werden StarOffice, OpenOffice und andere Office-Anwendungen daran gemessen, ob und wie sie Dokumente aus Microsoft Office öffnen, bearbeiten und wieder speichern können. Der Erfolg von OpenOffice ist nicht zuletzt auch dem Geschick der Programmierer zu verdanken, die mit Versuch und Irrtum Mittel und Wege dafür gefunden haben.

Der Masse der Anwender ist der Streit um die Art des Dateiformats ohnehin egal. Der Anwender möchte ein erhaltenes Dokument in der von ihm bevorzugten Anwendung öffnen, nicht mehr und nicht weniger. Im Kern geht es also nicht darum, dem Anwender die Wahl des Formats zu überlassen, sondern die freie Wahl der Anwendung. Das hat Microsoft schon begriffen und für die Vorversionen ein Tool bereitgestellt, mit dem diese das neue Dateiformat von Office 2007 lesen und bearbeiten können.

Vielleicht geht es ja noch einen Schritt weiter und Anwender von Microsoft Office können erstmalig auch Dateien im Format von OpenOffice öffnen, bearbeiten und speichern? Sicher nicht, denn noch gilt die Devise “Nur nicht zu kompatibel sein”. Schließlich soll sich die Konkurrenz nach dem richten, was Microsoft vorgibt, nicht umgekehrt. Es wird spannend bei der Beobachtung der weiteren Entwicklung: Wer gibt nach?

Golem: Office-Format: Microsoft plädiert für Wahlfreiheit

Blogbeitrag mit Word 2007 veröffentlichen

Dienstag, den 5. Juni 2007
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Blogbeitrag mit Word 2007 veröffentlichen

Mit Word 2007 wird das Veröffentlichen von Blogbeiträgen direkt aus Word unterstützt. Word unterstützt einige Bloganbieter und diverse Blogsoftware. Ich genieße den Komfort bei jedem Beitrag für dieses Blog. Obwohl die Blogkonten im Detail verschieden sind, empfehle ich nach der Registrierung des Blogkontos folgendes Verfahren, um einen Blogbeitrag mit Word 2007 veröffentlichen.

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Layout von Office 2007 mit Multifunktionsleiste auf altes Aussehen zurück?

Mittwoch, den 30. Mai 2007
Webnews

Office 2007 mit Knubbel und Multifunktionsleiste

Viele Umsteiger von den Vorversionen auf Microsoft Office 2007 stören sich an der veränderten Menüführung. Wie immer in solchen Fällen gibt es zunächst jemanden, der solche Rufe hört und Hilfe verspricht. Natürlich nicht kostenlos, versteht sich. Aber muss das wirklich sein?

Ich würde davon abraten, nicht nur wegen der Kosten. Das neue Bedienkonzept ist nicht nur anders, es ist nach meiner Meinung und nach den ersten Arbeitswochen mit der neuen Oberfläche sogar besser. Langjährige geübte Benutzer von Microsoft Office wie ich bekommen zwar erst mal einen (berechtigten) Schreck, da alle gewohnten Wege verschlossen scheinen. Nichts ist da, wo es nach den üblichen Handlungen sein sollte – kein Dateimenü, keine anderen Menüs. Wo sind die gewohnten Funktionen?

Nach etwas Suche, deren Dauer zunächst vom Glück abhängt, ist der Befehl gefunden: Das Dateimenü samt Zugriff auf wichtige Einstellungen verbirgt sich hinter der bunten Schaltfläche ganz links oben. Da diese Schaltfläche von einem Nutzer im WinTotal-Forum einmal liebevoll “Knubbel” genannt wurde, hab ich diese Bezeichnung einfach aufgegriffen. Offiziell heißt diese Schaltfläche “Office” und ist das Schlüsselelement für den Umgang mit Office 2007.

Hinter den Kulissen stößt der erfahrene Anwender immer wieder auf Bekanntes: Die erweiterten Funktionen scheinen auf den ersten Blick nahezu unverändert, alle bisher gewohnten Funktionen sind also noch vorhanden. Ich würde dafür den Ausdruck: “Einen Schritt weiter weg als vorher” verwenden. Und damit kann man nach kurzer Zeit leben.

[Weitere Informationen zu Office 2007 bei WinTotal]