Text und Tier

Vermischtes, Verschmitztes, Sprachliches und Pädagogisches – Jörg Schumacher – Online-Journalist

Archiv der Kategorie ‘Sozialpädagogik‘


Fristlos entlassen wegen Banalitäten – zwei falsch abgelegte Quittungen

Dienstag, den 8. November 2011
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Man liest ja immer wieder von Angestellten, die wegen Flaschenpfand, Verzehr von Keksen oder anderer Banalitäten entlassen werden und die dann einen ziemlich aussichtslosen Kampf vor den Arbeitsgerichten auskämpfen, der nur selten zu ihren Gunsten ausgeht. Dabei ist es auch egal, ob der Arbeitgeber zu Waldorfkindergärten oder kirchlichen Einrichtungen gehört. Ich hab das schon an eigenem Leib spüren müssen.

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Neue Tätigkeit – Schulsozialarbeiterin im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets

Montag, den 24. Oktober 2011
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Ihr erinnert euch, dass ich für eine Zeit “Auf der anderen Seite des Schreibtischs” tätig war. Nach den sehr anstrengenden drei Monaten im Jobcenter bin ich nun in einem neuen Arbeitsfeld angelangt: Ich arbeite als Sozialpädagogin und habe mit anderen 69 Kollegen in Dortmund eine Stelle für Schulsozialarbeit begonnen. Im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes (Danke, Frau von der Leyen) bin ich nun die frischgebackene Schulsozialarbeiterin einer Förderschule für Sprache.

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Arbeitsplatzwechsel nach Bauchgefühl?

Mittwoch, den 21. September 2011
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“Bedenke wohl, worum Du bittest…die Götter könnten es Dir gewähren.” Dieser Spruch viel mir ein um meine aktuelle Situation zu beschreiben. Wegen des Auslaufens befristeter Verträge bei einem Bildungsträger habe ich erst vor kurzer Zeit, genauer gesagt, zum 1. Juli, eine neue Stelle angetreten. Wie es jedem ergangen wäre, war ich nervös und verunsichert: Schaffe ich die geforderten Aufgaben? Wie sind die Kollegen? Sind die Kunden erträglich? Schließlich saß ich ds erste Mal in einem Job-Center “auf der anderen Seite des Schreibtischs”.

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Meine Ängste und das Buch von Fritz Riemann, Grundformen der Angst

Samstag, den 27. August 2011
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Es ist nicht einfach, seine Gedanken regelmäßig zu bloggen. Das hat mitunter auch mit der aktuellen Lektüre zu tun, so wie jetzt. Ich lese im Moment “Grundformen der Angst” (Fritz Riemann) – halt, Stopp! – ich lese es nicht, ich quäle mich von Seite zu Seite.

Grundformen der AngstIch habe mir das Buch für den Blog ausgesucht und mich auf es gefreut, bin ja schließlich Sozialpädagogin. Aber dass es so anstrengend werden würde… Dazu kommt dass ich für den neuen Job zwar immer noch mit dem ÖPNV unterwegs bin, nun aber mit dem Bus statt mit Zügen und deswegen nicht mehr lesen kann. Bus fahren bereitet mir Übelkeit und wenn ich lese geht es noch schneller mit dem Magenherumgedrehe.

Doch zurück zu dem Buch:

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FVNF – Selbstbestimmtes Sterben durch freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit

Dienstag, den 26. Juli 2011
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Ich habe mir in den letzten Tagen das Buch “Ausweg am Lebensende” durchgelesen und mich so umfassend über selbstbestimmtes Sterben durch freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (= FVNF) informiert. Nach Hunderten Krimis und Romanen und seichter Lektüre hatte ich mal wieder Lust beim Lesen etwas zu Lernen und auch Freude daran, mir ein Thema erarbeiten zu müssen. Ich habe mir einen pinken Textmarker besorgt und mit spitzen Bleistift Randbemerkungen eingetragen. (Meinem Vater zum Trotz der mir sowas immer verboten hat. Ha!)

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Muttergefühle

Freitag, den 1. Juli 2011
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Letzte Woche traf ich mich mit B., einer jungen Frau, die ich als Familienhelferin lange betreut habe. Als wir uns kennenlernten war sie bereits 17 und bat mich inständig, ihr zu helfen, unmittelbar an ihrem 18. Geburtstag auszuziehen. Sie wollte unbedingt weg.

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Nachtgedanken einer Sozialpädagogin – ARGE-Maßnahmen für ‘psychisch Kranke’

Dienstag, den 21. Juni 2011
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Ich arbeite bei einer Aktivierungsmaßnahme für psychisch kranke Langzeitarbeitslose. Im Konzept dieser Maßnahme sind für die Zusammenarbeit mit den Kunden jeweils sechs Monate veranschlagt, je nach Mitarbeiterin der Arge habe ich die Teilnehmenden auch das ganze Jahr im Aktivcenter.

Jeden Tag wieder stellt sich mir im direkten Kontakt mit den Teilnehmern die folgende Frage: Was heisst denn schon ‘psychisch krank’?

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Rezensiert: Heilmann/Lepschy – Rhetorische Prozesse, Vom Konzept zur Handlung

Samstag, den 18. Juni 2011
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Der Kurztext zum von den Autorinnen Christa Heilmann und Anette Lepschy herausgegebenen Buch, Rhetorische Prozesse, ist vielversprechend. Der Band 44 der Reihe Sprache & Sprechen befasst sich mit Theorie und Praxis der Rhetorik: Wie sind Inhalte von Lehr-Lern-Prozessen theoretisch fundiert? Wie schlägt sich dies in didaktischen Verfahrensweisen nieder? Als Beispiele dienen klassische Themen der Rhetorik wie z. B. Debattieren, Moderieren, Körpersprache, Konfliktbearbeitung. Aus dem Spannungsfeld antiker und moderner Konzepte werden didaktische Methoden entwickelt. Schriftliche Mündlichkeit als Schnittstelle zur Rhetorik wird anhand der Transkriptionsanalyse und der E-Mail-Kommunikation untersucht.

Der durch den Text geweckten Erwartung, auch als Einsteiger einfache Konzepte für eine sinnvolle Kommunikation vorzufinden, wurde nur das Buch nur teilweise gerecht.
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Rezensiert: Christa M. Heilmann, Körpersprache richtig verstehen und einsetzen

Montag, den 13. Juni 2011
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Das Buch von Christa M. Heilmann, Körpersprache richtig verstehen und einsetzen, ist im Ernst Reinhardt Verlag erschienen und war dem Pädagogenteam des Blogs einen Blick wert. Wir erwarteten nach dem Lesen der Kurzbeschreibung zum Thema Körpersprache auf der Grundlage einer theoretischen Einführung vor allem Beschreibungen, Interpretationen und Übungen, wie Körpersprache selbst bewusst eingesetzt wird und Reaktionen ausgelegt werden können.
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Lese-Rechtschreib-Störung (LRS), Legasthenie, Therapie – Anna, Peter und Lund, der Lese-Rechtschreib-Hund

Freitag, den 27. Mai 2011
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Was ist eine Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) bzw. Legasthenie und was passiert in einer Therapie? Lund, der Lese-Rechtschreib-Hund, erklärt Grundschulkindern spielerisch, was sich dahinter verbirgt. Das ist der Ansatz des Buches, es soll ein ein idealer Begleiter für Therapie und Unterricht sein, um Ängsten und Sorgen betroffener Kinder vorzubeugen. Aber kann das Buch diesen Anspruch erfüllen?

Anna-peter-lund

“Anna, Peter und Lund, der Lese-Rechtschreib-Hund” wirkt auf mich im ersten Moment freundlich, hübsch gezeichnet und ansprechend. Der Text liest sich flüssig und die vielen Adjektive beschreiben schön die Situationen. Aus der Sicht des Kindes könnte aber schnell das Gleiche eintreten, was mir nach einer Weile auffiel: Mit meiner Kindheitserfahrung im Hintergrund fühlte mich fast genervt von dem Hund und dachte sofort: “Wie unrealistisch: ein Hund der immer wieder nur Mist baut und alle, auch die Erwachsenen, belächeln das nur.”

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