Text und Tier

Vermischtes, Verschmitztes, Sprachliches und Pädagogisches – Jörg Schumacher – Online-Journalist

Archiv der Kategorie ‘Sozialpädagogik‘


Buchempfehlung: “Erlernte Hilflosigkeit” von Martin E. P. Seligman – der Weg zu glücklichen Kindern

Freitag, den 27. Januar 2012
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Ich möchte euch heute Abend ein Fachbuch ans Herz legen: “Erlernte Hilflosigkeit” von Martin E. P. Seligman aus dem Jahre 1975. Damit dies hier ein gut lesbares und unterhaltsames Blog bleibt, werde ich statt einer seriösen Rezension eine Empfehlung schreiben: gehet hin, leset und werden schlauer! Nach meiner Meinung ist dieses Buch nicht nur für (Sozial-)Pädagogen, Psychologen und sonstige Fachmänner und Fachfrauen ein wunderbar erhellendes Buch – ich finde, auch alle Eltern sollten es lesen!

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Geschichten aus der Schulsozialarbeit (2)

Mittwoch, den 18. Januar 2012
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Ich durfte bei Lehrerin P. hospitieren und mit in die Schulküche: Plätzchen backen mit einer Horde Viertklässler. Wir haben uns in Gruppen aufgeteilt. Dominik war mit in meiner Gruppe: kurz geschorenes Haar (selbst gemacht? Friseur ist teuer!), sehr dünn, sehr schmutzig: die Ohren voller braunem Dreck, die Fingernägel lang und schwarz verkrustet. Ein stürmischer, lauter Junge, der erstaunliche Machogesten machte, als ich die Kinder beim Teig rühren fotografiere. Beim Plaudern erzählt er, dass er heute hundemüde sei, weil Mama und ihr Freund so lange gestritten haben, weil “sie immer mit Papa fremdgeht”. Als wir später ganz heimelig zusammen Lebkuchengewürzwaffeln essen und uns gegenseitig erzählen, wie wir Weihnachten verbingen wollten, bricht Dominik unvermitteln in Tränen aus und kann nichts mehr sagen. (weiterlesen …)

Erwachsenenweiterbildung – werden Teilnehmer wieder Grundschüler?

Donnerstag, den 8. Dezember 2011
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Excel- Tabellen für Anfänger

Heute vormittag war ich bei einem Treffen mit anderen Schulsozialarbeitern bei unserem Arbeitgeber. Wir waren 17 Leutchen und saßen schön sozialpädagogisch im Stuhlkreis. Der erste Redner dieses Qualitätszirkels war dann ein Mitarbeiter der Personalabteilung, der uns das neue Arbeitszeiterfassungssystem anhand einer Excel-Tabelle erklärte.

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Fristlos entlassen wegen Banalitäten – zwei falsch abgelegte Quittungen

Dienstag, den 8. November 2011
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Man liest ja immer wieder von Angestellten, die wegen Flaschenpfand, Verzehr von Keksen oder anderer Banalitäten entlassen werden und die dann einen ziemlich aussichtslosen Kampf vor den Arbeitsgerichten auskämpfen, der nur selten zu ihren Gunsten ausgeht. Dabei ist es auch egal, ob der Arbeitgeber zu Waldorfkindergärten oder kirchlichen Einrichtungen gehört. Ich hab das schon an eigenem Leib spüren müssen.

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Neue Tätigkeit – Schulsozialarbeiterin im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets

Montag, den 24. Oktober 2011
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Ihr erinnert euch, dass ich für eine Zeit “Auf der anderen Seite des Schreibtischs” tätig war. Nach den sehr anstrengenden drei Monaten im Jobcenter bin ich nun in einem neuen Arbeitsfeld angelangt: Ich arbeite als Sozialpädagogin und habe mit anderen 69 Kollegen in Dortmund eine Stelle für Schulsozialarbeit begonnen. Im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes (Danke, Frau von der Leyen) bin ich nun die frischgebackene Schulsozialarbeiterin einer Förderschule für Sprache.

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Arbeitsplatzwechsel nach Bauchgefühl?

Mittwoch, den 21. September 2011
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“Bedenke wohl, worum Du bittest…die Götter könnten es Dir gewähren.” Dieser Spruch viel mir ein um meine aktuelle Situation zu beschreiben. Wegen des Auslaufens befristeter Verträge bei einem Bildungsträger habe ich erst vor kurzer Zeit, genauer gesagt, zum 1. Juli, eine neue Stelle angetreten. Wie es jedem ergangen wäre, war ich nervös und verunsichert: Schaffe ich die geforderten Aufgaben? Wie sind die Kollegen? Sind die Kunden erträglich? Schließlich saß ich ds erste Mal in einem Job-Center “auf der anderen Seite des Schreibtischs”.

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Meine Ängste und das Buch von Fritz Riemann, Grundformen der Angst

Samstag, den 27. August 2011
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Es ist nicht einfach, seine Gedanken regelmäßig zu bloggen. Das hat mitunter auch mit der aktuellen Lektüre zu tun, so wie jetzt. Ich lese im Moment “Grundformen der Angst” (Fritz Riemann) – halt, Stopp! – ich lese es nicht, ich quäle mich von Seite zu Seite.

Grundformen der AngstIch habe mir das Buch für den Blog ausgesucht und mich auf es gefreut, bin ja schließlich Sozialpädagogin. Aber dass es so anstrengend werden würde… Dazu kommt dass ich für den neuen Job zwar immer noch mit dem ÖPNV unterwegs bin, nun aber mit dem Bus statt mit Zügen und deswegen nicht mehr lesen kann. Bus fahren bereitet mir Übelkeit und wenn ich lese geht es noch schneller mit dem Magenherumgedrehe.

Doch zurück zu dem Buch:

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FVNF – Selbstbestimmtes Sterben durch freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit

Dienstag, den 26. Juli 2011
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Ich habe mir in den letzten Tagen das Buch “Ausweg am Lebensende” durchgelesen und mich so umfassend über selbstbestimmtes Sterben durch freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (= FVNF) informiert. Nach Hunderten Krimis und Romanen und seichter Lektüre hatte ich mal wieder Lust beim Lesen etwas zu Lernen und auch Freude daran, mir ein Thema erarbeiten zu müssen. Ich habe mir einen pinken Textmarker besorgt und mit spitzen Bleistift Randbemerkungen eingetragen. (Meinem Vater zum Trotz der mir sowas immer verboten hat. Ha!)

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Muttergefühle

Freitag, den 1. Juli 2011
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Letzte Woche traf ich mich mit B., einer jungen Frau, die ich als Familienhelferin lange betreut habe. Als wir uns kennenlernten war sie bereits 17 und bat mich inständig, ihr zu helfen, unmittelbar an ihrem 18. Geburtstag auszuziehen. Sie wollte unbedingt weg.

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Nachtgedanken einer Sozialpädagogin – ARGE-Maßnahmen für ‘psychisch Kranke’

Dienstag, den 21. Juni 2011
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Ich arbeite bei einer Aktivierungsmaßnahme für psychisch kranke Langzeitarbeitslose. Im Konzept dieser Maßnahme sind für die Zusammenarbeit mit den Kunden jeweils sechs Monate veranschlagt, je nach Mitarbeiterin der Arge habe ich die Teilnehmenden auch das ganze Jahr im Aktivcenter.

Jeden Tag wieder stellt sich mir im direkten Kontakt mit den Teilnehmern die folgende Frage: Was heisst denn schon ‘psychisch krank’?

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