Text und Tier

Jörg Schumacher – Online-Journalist

Archiv der Kategorie ‘Kulinarisches‘


In der Praxis: palästinensischen Kaffee bzw. türkischen Mokka zubereiten

Mittwoch, den 14. September 2016
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In meinem Artikel Wie wird palästinensischer Kaffee bzw. türkischer Mokka zubereitet? hatte ich versprochen, meine Erfahrungen aufzuschreiben. Das ist schnell gemacht:

  1. Der spezielle kleine Kocher (Ibrik) ist bestens geeignet. Er besitzt keinen Ausschalter (!), was auf den ersten Blick gefährlich aussieht, aber auf den zweiten Blick ungemein praktisch ist. Man kann den Kochprozeß ohnehin nicht verlassen. 150 ml Wasser rein, aufkochen, abnehmen – Kaffee/Zucker rein – aufsetzen. BEOBACHTEN, und beim ersten Blubber wieder abnehmen. Wer zu spät ist, dem kocht der Kaffee über. Beim abschließenden Abgießen Vorsicht walten lassen. Alls in allem geht die Zubereitung so rasant schnell.
  2. Der Geschmack ist … anders. Aber es ist ein hervorragender Mokka, besonders in der von mir verwendeten Kaffeemischung mit Kardamom.
  3. Die Wirkung des Mokkas ist sensationell anregend. Auch auf den Blutdruck. Und das letzere ist die einzige schlechte Erfahrung, die ich gemacht habe.

Wie wird palästinensischer Kaffee bzw. türkischer Mokka zubereitet?

Donnerstag, den 1. September 2016
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Wie wird palästinensischer Kaffee zubereitet? Die Frage tauchte auf, nachdem ich bei madeinpalestine.de ein Probierpaket mit Olivenöl, Kaffe und Gewürz bestellt hatte – vor allem wegen des Olivenöls und wegen der fairtrade-Zertifizierung. Natürlich gilt die dort gefundene Antwort gleichermaßen für arabischen oder türkischen Kaffee oder Mokka.

Arabischer Kaffee wird in einer speziellen Kanne (Rakwa, Ibrik oder Dallah) gebrüht. Nach meiner Erfahrung sind alle diese Kännchen für den haushaltüblichen Elektroherd einfach zu klein. Ich habe also einen speziellen kleinen Kocher (Ibrik) für 2x150ml erworben, der dieses Problem löst.

Die übliche Vorgehensweise ist wie folgt:

  1. Im Irik Wasser aufkochen (Nicht zu voll machen, um Überkochen zu vermeiden).
  2. Je 150ml Wasser Gib 10g gemahlenen Kaffee und Zucker (nach Geschmack) zugeben und umrühren.
  3. Gemisch mit Abständen von 10-20 Sekunden drei Mal kurz aufkochen lassen.
  4. Ca. 2 Minuten warten, bis sich das Kaffee-Pulver abgesetzt hat.
  5. In passenden Tassen servieren und genießen. Notfalls nachzuckern :-)

Soweit die Theorie. Sowohl Kaffee als auch Kocher sind auf dem Postweg. Nachzutragen bleibt also die Praxis – Ich hoffe auf eine kulinarische Erinnerung an schöne Tage, als die Türkei für mich noch ein Reiseziel war.

Roggensauerteigbrot – einfach selbst backen

Sonntag, den 4. Januar 2015
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Einem meiner geizigen Vorfahren muss wohl in unseren Breiten einmal das wertvolle Mehl feucht geworden sein. Sehr feucht. Das Ganze hat sich ein eine blasige Masse verwandelt. Wegwerfen? Niemals – vor allem ist der Geruch gar nicht so übel. Säuerlich, aber auf die angenehme Weise. Also rein in die Pfanne oder den Backofen. So oder fast – das erste Sauerteigbrot war entstanden. Der Witz: Es funktioniert heute noch genauso. Wer also knetfaul ist wie ich und auf eigenes Brot aus Natursauerteig scharf ist (oder dem, was ich als solchen bezeichne), der darf gern mal probieren.

Am (allerersten) Tag nehme man 100 Gramm Roggenvollkornmehl (Type 1050) und verrühre das Ganze mit 100 Milliliter Wasser in einem Gefäß mit Deckel (nicht luftdicht). Diesen Ansatz lässt man 24 Stunden zimmerwarm stehen.

Am zweiten und dritten Tag wird die Sache einfach wiederholt. Ergibt etwa 600 Gramm Ansatz.

Am vierten Tag wird der Ansatz bis auf 100 Gramm in eine Rührschüssel umgefüllt. Dieser „Rest“ wird nun jeden Tag wieder mit je 100g Mehl und 100ml Wasser gefüttert – die Mikroorganismen wollen schließlich auch was zu Essen. Wenn der Zyklus durchgehalten wird, kann man ca. alle vier Tage ein Brot backen.

Ich verwende im Weiteren einen unglaublich praktischen Lékué Bread maker. Zum entnommenen Brotteig kommen noch einmal im Verhältnis 2 Teile Mehl und ein Teil Wasser (Bei mir sind das üblicherweise etwa 200g Mehl und 100ml Wasser). Ich verrühre das Ganze nun noch mit einem reichlichen Teelöffel Salz und etwa zwei Esslöffeln Rübensirup (hier im Rheinland: Rübenkraut) und fülle den Teig in die Silikonform (Eine eingefettete rechteckige Backform tut es auch, möglicherweise muss nur die Teigmenge angepasst werden).

Die Backform kommt in den zimmerwarmen Ofen und geht nun wieder mindestens 12 Stunden vor sich hin. Wer seinen Backofen kennt, der kann den so einstellen, dass dieser zur passenden Zeit mit 180 Grad anspringt und das Brot in ca. 35 Minuten ausbäckt.

Der Rest ist nur noch Phantasie und Geschmacksache. Wem das Brot zu sauer ist, der kann den Teig zwischendurch noch einmal zusammenschlagen. Ich habe schon eine Prise Röstzwiebeln zugegeben – lecker).

Das Ganze hört sich doch gut an, oder?

Vorsätze für 2013 – Mehr handgemachte Nudeln braucht das Land

Mittwoch, den 2. Januar 2013
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Beginnen wir das Jahr mit einem nicht ganz ernst gemeinten Beitrag zum Thema „Gute Vorsätze“. Ich kann aus der Erfahrung meiner unzähligen Jahreswechsel die Erkenntnis vermitteln, dass sich gute Vorsätze nicht lohnen. Das Leben ist nicht planbar und deswegen schaffen die meisten angeblich guten Vorsätze gleich zu Jahresbeginn die Grundlagen für glorreiches Scheitern. Ich habe deshalb nur einen Vorsatz für 2013: Mehr handgemachte Nudeln braucht das Land.

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Koch- und Backrezepte, Mixgetränke – eigene Lieblingsrezepte veröffentlichen

Montag, den 31. Dezember 2012
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Ich war auf der Suche nach einem Nudelrezept. Bevor ich mich mit dem Ergebnis in die Küche verziehe, will ich hier noch über eine dabei gefundene Seite berichten. Es gibt Rezeptsammlungen im Internet wie Sand am Meer und es gibt sogar ein Rezepte-Wiki. Schaut doch dort mal vorbei – vielleicht wollt ihr ja auch ein Rezept für die Nachwelt erhalten.

Tüschenbroicher Mühle – Gänsezeit 2012

Samstag, den 8. Dezember 2012
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Donnerstag führte mich der journalistische Eifer in die Tüschenbroicher Mühle nach Wegberg. Gemeinsam mit einigen honorigen Herren des Landkreises verbrachte ich angeregt einige gemütliche Stunde bei gutem Essen. Es gab Gans – wären der Saison, dieses Jahr vom 20. Oktober bis zum 31. Dezember sollen dort knapp 900 Gänse über die Tische „gehen“ – am Tisch professionell tranchiert.

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Schlemmen am Niederrhein – Mongol Hann Hückelhoven

Dienstag, den 8. Mai 2012
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Es ist schon interessant, wo das Leben tobt. Eine wichtige Station meiner kulinarischen Reise durch die Region Niederrhein war das chinesisch-mongolische Restaurant Mongol Hann, Hückelhoven. Ich muss den Ort betonen, weil es weitere Ableger in Düren und Herzogenrath gibt.

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Schlemmen am Niederrhein – McMüller’s Irish American Pub

Dienstag, den 8. Mai 2012
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Das Schöne an einem Livestyle-Blog wie dem meinen ist es ja, das Schöne am wahre Leben beschreiben zu können. Unterwegs bin ich ja oft genug. Es war einfach überfällig, meine kulinarischen Erfahrungen auch einmal aufzuschreiben. Dieses Mal war ich dafür sogar in der Region Niederrhein unterwegs. Aus Gründen – man weiß ja nie, was eine Anfrage mit sich bringt.

Mein kulinarischer Trip am westlichen Zipfels der Region Niederrhein hatte mehrere Stationen. Für die Biertrinker unter meinen Lesern unbedingt als Etappenziel zu empfehlen ist McMüller’s Irish American Pub in Linnich-Kofferen. McMüller hat Braurecht und schenkt ein süffiges Bier aus. Es sauft sich weg, wenn man einmal damit anfängt. Vielleicht sollte man vorsorgen und ein Zimmer im angeschlossenen Hotel buchen.

Dass sich Pub und Hotel in ehemaligen Pferde- und Schweineställen eines ca. 200 Jahre alten Bauernhofes befinden, ist kaum zu merken. Die Gewölbe sind einfach urig und einem Pub angemessen. Der so genannte Rittersaal ist für Familien und betriebliche Feiern bestens geeignet.

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Die kleinen Dinge. Heute: So ein Käse! Giesinger Käsealm Omar Sherzada

Freitag, den 13. April 2012
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Mitten im Herzen von München-Giesing an der befahrenen Tegernseer Landstraße befindet sich eine kleine Oase des Genusses: Die Giesinger Käsealm. Angelockt von urigen handgeschriebenen Angebotstafeln wage ich, die Hand fest an mein Portemonnaie gedrückt (ich kenne mich!), den Eintritt in eine kleine, aber sehr besondere Gourmet-Enklave.

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