Tess Gerritsen – Sag niemals STIRB
Samstag, den 10. Mai 2008
Ich kenne das aus eigener Erfahrung: Der Abgabetermin beim Verleger steht fest und kommt immer näher. Wichtig ist, dass am Stichtag 300 Seiten für den Druck vorliegen, was wirklich im Buch steht, ist egal: Im vorliegenden Fall hat der Verleger vermutlich nicht zu unrecht darauf vertraut, dass sich das Buch schon allein deshalb verkaufen lässt, weil der Name Tess Gerritsen sonst für Spannung und Qualität steht .
Der Titel “Sag niemals STIRB” ist zweifellos das schlechteste Buch, das ich bisher von Tess Gerritson gelesen habe: Ein Nackenbeißer mit künstlicher Liebesstory, die der verworrenen Geschichte auch nicht mehr Spannung verleiht, sondern eher einen Hauch von Kitsch gibt. Das Motiv der Morde und Verfolgungen wirkt konstruiert, die Pointe ist zwar überraschend, aber auch nicht wirklich plausibel. Hartgesottene Fans der Autorin haben sicher ihre Freude am Buch ebenso wie Freunde der Liebesliteratur – ich habe dieses Buch von Tess Gerritsen zugunsten ihrer besseren Stories sicher nach wenigen Tagen wieder vergessen.
Hintergündig, einfallsreich und unterhaltsam – mit diesen Worten ist Ariadnes dritte Kollektion krimineller Texte bekannter und weniger bekannter schwäbischer Autorinnen treffend charakterisiert.


