Tess Gerritsen, Scheintot
Sonntag, den 11. Mai 2008
Ich bin wieder zufrieden mit einer meiner Lieblingsautorinnen. Nach einer Woche mit Zugreisen, Hotel und schönem Wetter im Gartenstuhl kann ich im Gegensatz zum Titel “Sag niemals STIRB” der gleichen Autorin wieder Positives vermelden.
Mit dem Titel “Scheintot”, der die Story rund um die Detektivin Rizzoli fortsetzt, hat die Autorin wieder ein spannendes Stück Arbeit geleistet. Eine leider sehr realistisch erscheinende Story, viel Spannung, aber leider ein viel zu glattes Ende. Tess Gerritsen scheint wie viele ihrer Landleute davon überzeugt zu sein, dass jedes Verbrechen, egal, wie hoch es angesiedelt ist, einer gerechten Strafe zugeführt würde. Das scheint sie mitunter selbst nicht so recht zu glauben, wenn sie in Bezug auf die bewusst geschürte Terrorhysterie und die damit verbundenen Aushebelungen der Menschenrechte schildert, wie Verbrechen dazu dienen, Geld, Macht und Einfluss zu sichern. Aber es ist manchmal auch für die eigene Psyche hilfreich, wenn mal eine Story befriedigend endet und so zumindest einen kurzen Moment von den echten Verbrechen ablenkt.









