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	<title>Text und Tier &#187; Fachbuch</title>
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		<title>Gebl&#228;ttert: Zastrow – Fachw&#246;rterbuch f&#252;r die Software-Dokumentation</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 09:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Schumacher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/Fachw%C3%B6rterbuch-Softwaredokumentation-englischen-Referenzbegriffen-fachsprachliches/dp/3831609462/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1279616839&#038;sr=8-1"><img src="http://www.cjoes-blog.de/wp-content/uploads/Zastrow-150x150.jpg" alt="" title="Zastrow" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1064" /></a></a>„Was steht auf Ihrem Bildschirm?“ – „Ein Blumentopf!“. Gut, der Witz ist alt und stammt aus der Zeit, als auf den R&#246;hrenmonitoren noch Platz f&#252;r Blument&#246;pfe war. Aber er illustriert noch wie zu Anfangszeiten der Computerei, wie sehr aneinander vorbeigeredet werden kann, wenn nicht die richtigen Begriffe verwendet werden. Also ist es zun&#228;chst zu begr&#252;&#223;en, wenn Autorin Bettina Zastrow aus &#252;ber zwanzig Jahren Praxiserfahrung im Bereich Technische Dokumentation f&#252;r die IT-Branche mit einem Buch dazu beitragen m&#246;chte, dass Bedienungsanleitungen f&#252;r Computerprogramme in Zukunft verst&#228;ndlicher werden. <!--more--></p>
<p>Terminologie ist das Zauberwort und es ist sicher Verdienst der Autorin, mit ihrem Buch und den gew&#228;hlten Beispielen darauf zu verweisen, dass selbst &#252;ber so einfache wie im Buch dargestellte Beispiele nicht nur nachgedacht werden muss, sondern &#220;bereinstimmung hergestellt werden sollte, sobald sich mehr als ein Autor/Hersteller mit Bedienungsanleitungen zum gleichen Thema/Programm besch&#228;ftigt. &#220;blicherweise gibt es daf&#252;r Hersteller wie z.B. Microsoft, die eine Terminologie vorgeben, an der man als Autor nicht vorbeikommt. Wenn wie in der Vergangenheit in der Lotus der Begriff „Mischen“ anstelle des in der Praxis &#252;blichen Begriffs „Serienbrief“ Verwendung fand, dann ist das eher verkaufssch&#228;dlich als ein Ausdruck von Kreativit&#228;t.</p>
<p>Die simplen Referenzbegriffe im Buch sehe ich als allgemeinverst&#228;ndliche Beispiele und Anregung f&#252;r Berufseinsteiger, sich dem Thema allgemein &#252;blicher Terminologie aufzuschlie&#223;en und nicht einfach drauflos zu schreiben. Der Klappentext „Den passenden Begriff sofort zur Hand“ halte ich f&#252;r eine &#220;bertreibung. Daf&#252;r ist erstens die Zahl der Begriffe deutlich zu klein und zweitens die Thematik auf wenige Bedienelemente eingegrenzt. Nur um es deutlich zu machen: Ich habe letztens ein Fachw&#246;rterbuch mit 40.000 Begriffen, das in etwa der gleichen Preiskategorie wie „der Zastrow“ lag, dem Recycling &#252;berantwortet, weil 99% der von mir ben&#246;tigten &#220;bersetzungen nicht enthalten waren. </p>
<p>Terminologie lebt. &#220;bliche Begriffe verschwinden, veralten, werden allgemeiner Sprachschatz. Neue Begriffe entstehen mit modernen Technologien. Ein Blick auf die Literaturliste mit fast 20 Jahre alten Referenzen wirft daher bei mir schon einige Fragen auf. Das Internet als Quelle f&#252;r vorhandene Terminologie kommt zu kurz.  Selbst bei Beschr&#228;nkung auf die im Buch verwendeten Beispiele h&#228;tte dringend zu mindestens ein Verweis auf das <a href=“http://www.microsoft.com/language/de-de/default.aspx“>Microsoft Sprachenportal</a> erfolgen m&#252;ssen. </p>
<p>Fazit: F&#252;r ein Standardwerk habe ich den Zastrow f&#252;r zu leicht befunden. Als ein Beispiel zum Umgang mit Terminologie (das Vorwort ist das Highlight des Buches) ist das Buch vor allem schreibenden Berufsanf&#228;ngern zu empfehlen – und zwar unabh&#228;ngig vom Thema. Auch Dozenten zum allgemeinen Thema Terminologie werden ihre Freude an den allgemeinverst&#228;ndlichen Begriffen haben und die Bedeutung einer eindeutigen Terminologie gut darstellen k&#246;nnen.<br />
Die 134 enthaltenen Begriffe sind allerdings zu d&#252;nn, um dem hoffnungsvollen Titel „Fachw&#246;rterbuch f&#252;r die Software-Dokumentation“ Gewicht zu verleihen. Schade, ich hatte gro&#223;e Erwartungen nach dem Lesen des Klappentextes. Wenn der Inhalt dem Titel, dem Klappentext und dem Preis angemessen w&#228;re, h&#228;tte es ein wahrer „Zastrow“ in der Bedeutung unverzichtbares Basiswissen sein k&#246;nnen. </p>
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		<title>Lili Hahn &#8211; Bis alles in Scherben f&#228;llt</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 16:40:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Schumacher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>K&#246;nnen Tageb&#252;cher bis gestern fremder Personen die eigene Weltanschauung beeinflussen? Das, was man nach Jahren glaubt, von der Welt zu wissen und als eigene Anschauung weitergibt? Ja, wenn sie so pers&#246;nlich und in der Zeit geschrieben sind wie die <a href="http://www.argument.de/ea/lilihahn.html" title="Lili Hahn" target="_blank">Tagebuchbl&#228;tter von Lili Hahn aus den Jahren 1933 &#8211; 1945</a>.</p>
<p>Die Eintr&#228;ge sind pers&#246;nlich, erschreckend ehrlich, manchmal prophetisch und immer ber&#252;hrend. Wie sehr ist der Einzelne in die Geschichte verstrickt? Was tut er, was wird ihm angetan? Das Ber&#252;hrende und Ersch&#252;tternde dieses Buches sind die Allt&#228;glichkeit der Ereignisse, der Alltag im gutsituierten, intelektuellen Teil Frankfurts, der Alltag in Hunger und Not und der Alltag in den Beziehungen zwischen den Menschen. Und genau an dieser Stelle liegt die aktuelle Bedeutung der Erlebnisse solcher Menschen wie Lili Hahn: Sie ziehen Paralelen zum selbst Erlebten, machen Erscheinungen aus anderer Sicht durchschaubarer und  bereichern das Leben um Erfahrungen, die man so selbst nicht machen musste.</p>
<p>Ich habe lange gebraucht, bis ich mich an die Bl&#228;tter gewagt habe. Es war ein Gewinn, dieses Tagebuch gelesen zu haben.</p>
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