Text und Tier

Vermischtes, Verschmitztes, Sprachliches und Pädagogisches – Jörg Schumacher – Online-Journalist

Archiv der Kategorie ‘Ariadnekrimi‘


Mit Teufelsg’walt – Christine Lehmann lässt Schwabenreporterin Lisa Nerz leben

Donnerstag, den 3. Mai 2012
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Internet ausgefallen und nur das täglich stupide Fernsehprogramm? Alternative: Lesen statt Fernsehen. Ich habe also wieder einmal die Ariadne-Krimis gecheckt und mich durch Nachblättern an das gelesene rinnert. Eines der Bücher, das mich nachhaltig beeindruckt hat, ist der achte Schwabenkrimi um Lisa Nerz “Mit Teufelsg’walt” von Christine Lehmann. Ich mag Krimis von Frau Lehmann, die zwischen spitzwortigen und mörderischen Szenen immer wieder Interessantes vermitteln und zeigen, dass die Autorin gut recherchiert. Einen guten Gegenwartskrimi zeichnet nach meiner Meinung aus, dass er zwar Fiktion ist, Handlung, Täter, Gegenspieler und Lokalkolorit aber glaubwürdig sind. Diesen meinen Anspruch konnte Christine Lehmann mit Teufelsg’walt erreichen, anders als im eher utopisch anmutenden Krimi “Nachtkrater“.

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Tod im Gestüt – Christine Lehmann, Pferdekuss (Update)

Donnerstag, den 3. Mai 2012
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Bei Amazon konnte ich im Jahr 2007 ein Exemplar des Buches von Christine Lehmann, Pferdekuss, finden. Diese Ausgabe war schon etwas älter, erschienen bei Rowohlt 1999. Die handelnde Hauptperson ist Lisa Nerz, diesmal im Kreise der Familie ihres Schwiegervaters. In diesem Buch, dass mittlerweile auch in der Reihe der Ariadnekrimis seinen Platz gefunden hat, analysiert Christine Lehman das Verhältnis zwischen Eltern und ihren Kindern. (weiterlesen …)

Frauke Turm: Wasserturm im Hamburger Schanzenviertel zugeschanzt

Freitag, den 20. April 2012
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Mit dem Krimi “Zugeschanzt” um den Wasserturm im Hamburger Schanzenviertel beschreibt Frauke Turm Hamburger Realität: Bis 2006 tobten im Schanzenviertel Straßenschlachten um den Wasserturm, idyllisch gelegen im Sternschanzenpark. Der denkmalgeschützte Bau sollte Kulturprojekte fürs Viertel beherbergen, doch zur nötigen Sanierung fehlten die Mittel. Die Autorin spinnt den Faden fort: Zu welchem Zeitpunkt die Autorin wirklich den Faden aufnimmt und wann die geschilderten Fakten fiktiv werden, ist für den Nicht-Hamburger schwer auszumachen.

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Gelesen und persönlich genommen: Cynthia Webb, Die Farbe der Leere

Montag, den 16. April 2012
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Ich mag das Thema nicht: Krimi über bzw. rund um Kindesmissbrauch, Kindesmord und staatliche Stellen, die sich dieses Themas von Berufs wegen annehmen müssen. Aber es wäre ähnlich falsch, das Thema auszublenden oder als nicht gegeben zu leugnen. Ich habe mich also zugegeben eher widerwillig an die Lektüre gemacht. Fazit: Das Buch von Cynthia Webb, Die Farbe der Leere, berührt persönlich.

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Hart, erschreckend, brillant geschrieben, übersetzt und recherchiert – Dominique Manotti bei Ariadnekrimi

Mittwoch, den 21. September 2011
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Manotti, einschlägig bekanntAriadnekrimi ist nach meiner Meinung synonym mit ‘Die besten Krimis von Frauen‘. Ich habe die Reihe seit einigen Jahren im Abo und bin immer wieder überrascht, was der Verlag an Fundstücken in die Reihe aufnimmt.

Meine Entdeckung des Jahres war die Französin Dominique Manotti, aktuell in der Reihe mit ihrem “ultimativen Polizeithriller” ‘Einschlägig bekannt’. Ich habe das Buch bisher noch nicht gelesen – aber seit gestern ist mein Exemplar von der Autorin selbst signiert. Das war der Höhepunkt eines sehr gelungenen Abends in der Kriminalbuchhandlung „Glatteis“, Corneliusstr. 31, 80469 München. Die Buchhandlung ist übrigens sehr zu empfehlen – mir gingen die Augen über ob der unzähligen verführerisch angeordneten Bücher.

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Nora Miedler – Die Musenfalle – als Ariadne Kriminalroman 1190

Mittwoch, den 25. August 2010
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1190xIch habe das soeben erschiene Buch “Die Musenfalle” der österreichischen Autorin Nora Miedler schon hier liegen, aber noch nicht lesen können. Aber ehrlich, ich freue mich darauf. Der in der Reihe Ariadne Kriminalroman mit Nummer 1182 Erstling “Warten auf Poirot” realisierte Hochspannung auf kleinstem Raum. Tolle Dialoge und ein überraschende Wendung sind mir bis heute in Erinnerung geblieben.

Der neue Roman von Nora Miedler, Die Musenfalle, erschienen bei Ariadne Kriminalroman als Nummer 1190, soll ein feiner Kriminalroman sein über Erwartung, Scheitern, Gier, Missbrauch und Betrug – nicht zuletzt an sich selbst. Ich bin gespannt und werde heute noch mit der Lektüre anfangen.

Nora Miedler: Die Musenfalle
Ariadne Kriminalroman 1190
ISBN: 978-3-86754-190-9
256 S., 11 Euro
portofrei lieferbar unter http://www.argument.de/ak/1190.html

Eiskalte Wanderung in den Wäldern um Bad Dürkheim – Monika Geier, Schwarzwild

Dienstag, den 29. April 2008
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Leichenfressendes Schwarzwild im Gehege, schwarz arbeitende mazedonische Pflegerinnen, ein “wilder schwarzer” Mann und viel schwarzer Humor – mehr muss von einem Krimi aus dem deutschen Raum nicht erwartet werden. Krimitypisch baut Monika Geier die Szenerie auf, stellt die Figuren in Position und macht in aller Ruhe ihre Züge: Verwirrende, klärende, aber immer stimmige Beschreibungen vielschichtiger menschlicher Beziehungen. Das Ganze nimmt eine überraschende Wendung, die Spannung entlädt sich nach einigem Hin und Her und entblößt die Abgründe, wie sie vermutlich in jedem deutschen Provinznest – und nicht nur dort – unter der Oberfläche vorhanden sind.

Die Beschreibung der deutschen Spießerseele im Umgang mit Ausländern und Fremdartigem ist ebenso gut gelungen wie der formale Antifaschismus in deutschen Gemeinden -” Oh heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andre an”. Man nehme eine Immobilie, kündige ein rechtes Schulungs-, Ausbildungs- oder anderes Zentrum an und dann läuft alles von selbst. Die Bürger sind aufgeregt, ein Hotelier wird seine Investruine an die Gemeinde überteuert los oder ein Prozess endet mit einem Vergleich zu Lasten des Steuerzahlers und die rechte Karawane zieht weiter. Die Immobilie, mehr als nur ein Groschengrab, bleibt stehen – und verfällt. Dieses Thema ist im Vergleich mit den Verheißungen des Klappentexts aber nur eine Episode. Ich war erst ein wenig enttäuscht darüber – aber die brisanten Machenschaften der weiblichen Hauptfiguren inklusive der gelungenen Ermittlerin boten ausreichend Stoff zum Lesen, Nachdenken und Schmunzeln.

Monika Geier
Schwarzwild

Ariadne Krimi 1174
ISBN 978-3-86754-174-9

auch hier veröffentlicht

Schwaben morden besser – A Schwob, a Mord? als Ariadnekrimi

Freitag, den 25. April 2008
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Ariadne1178xHintergündig, einfallsreich und unterhaltsam – mit diesen Worten ist Ariadnes dritte Kollektion krimineller Texte bekannter und weniger bekannter schwäbischer Autorinnen treffend charakterisiert.

Ich habe die von Lisa Kuppler zusammengestellte Sammlung gern gelesen, mich an einigen Stellen köstlich amüsiert und an anderen die kreative Schreibe der Krimiladys bewundert. Kurz gesagt: Für Freunde krimineller Short-Stories ist das Buch ein Leckerbissen.

Nachtrag: Beim Krimiblog fand ich ein Interview mit der Herausgeberin und Lektorin Lisa Kuppler zum Start der “Hard Case Crime”-Reihe in deutscher Übersetzung.
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Lisa Kuppler (Hg.)
A Schwob, a Mord?
Ariadne Krimi 1178
ISBN 3-86754-178-7

Weihnachten durch die USA mit Anne Seale, Heißes Erbe

Freitag, den 14. Dezember 2007
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Wer sich zu Weihnachten ein rasantes, witziges und vor allem herzerwärmendes Krimi-Märchen gönnen möchte, dem sei der Krimi der Amerikanerin Anne Seale, Heißes Erbe, wärmstens empfohlen. Wie sich ein Überführungsauftrag quer durch die USA von Buffalo nach Florida und mit den Sachen einer alten Frau zurück über ein zusammengebrochenes Auto in eine Liebesgeschichte mit blutigem Ausgang und materiellem Happy-End entwickelt, hat einen ganz eigenen Charme. Das Buch baut die Spannung gemächlich auf und ist von leichter Hand vergnüglich geschrieben.

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Norwegen zu Weihnachten erlesen: Kim Småge, Zweitgesicht, Nebel über Trondhjem

Montag, den 26. November 2007
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Sie kommen jedes Jahr um Weihnachten und den Jahreswechsel: die langen Abende, an denen ein wenig Grusel am warmen Ofen zum Wohlbefinden beiträgt.

Die blind verliebte Kommissarin Anne-kin Halvorsen wacht böse auf: Ihr Liebster ist nicht ganz der Mann, für den er sich ausgegeben hat. Und in ihrem Haus gehen unheimliche Dinge vor. Ein seltsamer Geruch liegt plötzlich in ihrer Wohnung. Aus dem Keller hört sie jämmerliche Geräusche. Anne-kin stürzt sich in Arbeit und ist plötzlich das Ziel merkwürdiger Anschläge.

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