Text und Tier

Cjoes-Blog – Jörg Schumacher – Online-Journalist

Archiv der Kategorie ‘Bücher‘


Nora Miedler – Die Musenfalle – als Ariadne Kriminalroman 1190

Mittwoch, den 25. August 2010
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1190xIch habe das soeben erschiene Buch “Die Musenfalle” der österreichischen Autorin Nora Miedler schon hier liegen, aber noch nicht lesen können. Aber ehrlich, ich freue mich darauf. Der in der Reihe Ariadne Kriminalroman mit Nummer 1182 Erstling “Warten auf Poirot” realisierte Hochspannung auf kleinstem Raum. Tolle Dialoge und ein überraschende Wendung sind mir bis heute in Erinnerung geblieben.

Der neue Roman von Nora Miedler, Die Musenfalle, erschienen bei Ariadne Kriminalroman als Nummer 1190, soll ein feiner Kriminalroman sein über Erwartung, Scheitern, Gier, Missbrauch und Betrug – nicht zuletzt an sich selbst. Ich bin gespannt und werde heute noch mit der Lektüre anfangen.

Nora Miedler: Die Musenfalle
Ariadne Kriminalroman 1190
ISBN: 978-3-86754-190-9
256 S., 11 Euro
portofrei lieferbar unter http://www.argument.de/ak/1190.html

Geblättert: Zastrow – Fachwörterbuch für die Software-Dokumentation

Dienstag, den 20. Juli 2010
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„Was steht auf Ihrem Bildschirm?“ – „Ein Blumentopf!“. Gut, der Witz ist alt und stammt aus der Zeit, als auf den Röhrenmonitoren noch Platz für Blumentöpfe war. Aber er illustriert noch wie zu Anfangszeiten der Computerei, wie sehr aneinander vorbeigeredet werden kann, wenn nicht die richtigen Begriffe verwendet werden. Also ist es zunächst zu begrüßen, wenn Autorin Bettina Zastrow aus über zwanzig Jahren Praxiserfahrung im Bereich Technische Dokumentation für die IT-Branche mit einem Buch dazu beitragen möchte, dass Bedienungsanleitungen für Computerprogramme in Zukunft verständlicher werden. (weiterlesen…)

Twitter – einsteigen und loslegen

Freitag, den 20. Februar 2009
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twitter

Wer wie ich beinahe täglich bloggt und auf der Suche nach immer mehr Vernetzung ist, der fällt buchstäblich mit der Nase drauf: “Bloggst Du noch oder twitterst Du schon?” Ich sehe darin keine Frage – beide Werkzeuge haben ihre Berechtigung. Twittern ist was für den schnellen Weg, ich habe gestern mobil beim Arzt getwittert. Im Zug geht das sicher wegen der geringen Textmengen auch sehr gut. Sonst scheint zu gelten: Hast Du viel zu sagen, dann blogge, kurze Bemerkungen oder Links kann man twittern. Leider war ich schon spät dran, alle von mir favorisierten Nicks waren vergeben.

Diesmal bin ich das Thema theoretisch angegangen: Twitter – mit 140 Zeichen zum Web 2.0, opensource press. ISBN 987-3-937514-74-1. Leider 20 Teuronen, aber sehr informativ. Gut für den schnellen Einstieg und mit zahlreichen Tipps.

Die Weihnachtsmaus – Ein Gedicht von James Krüss

Mittwoch, den 24. Dezember 2008
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Der heutige halbe Arbeitstag liegt in den letzten Zügen – das Radio dudelt in leisen, weihnachtlichen Tönen. Es wird schön sein, wieder “normale” Musik zu hören. Dennoch gibt es auch im vorweihnachtlichen Programm einige Highlights. Grad las der Moderator von Radio Bremen eins das Gedicht von der Weihnachtsmaus vor – verfasst von James Krüss. Wer das Gedicht lesen möchte, ich habe es hier gefunden.

Krabat oder Die Verwandlung der Welt

Freitag, den 24. Oktober 2008
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Bei den Werbungen rund um den Film kommt doch tatsächlich der Eindruck auf, die Figur Krabat wäre von Otfried Preußler erfunden worden. Stimmt aber nicht, es handelt sich um eine Figur aus dem sorbischen Kulturerbe. Falls sich nun jemand, der Krabat als Pflichtliteratur aus der Schule kennt, auch noch fragen sollte, wo denn die Sorben leben, der sollte dringend bei Wikipedia Informationen über das in Deutschland als nationale Minderheit anerkannten Volk nachlesen.

Deshalb möchte ich hier dringend empfehlen, die Geschichte von Krabat von einem Landsmann nachzulesen: Jurij Brezan, Krabat oder Die Verwandlung der Welt, (Roman, 1976).

(UPDATE) Damit auch alle ihre Information bekommen, die interessiert hat, in welches Tier Krabat verwandelt wird – ich erinnere mich an die Verwandlung in einen Raben.

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Jiri Trnka, Fünf Buben und fünf Elefanten

Freitag, den 10. Oktober 2008
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Danke liebe Beate aus Annaberg-Buchholz, danke, dass ich Dein Buch haben durfte. Ich habe das Buch “5 Buben und 5 Elefanten” aus dem Jahre 1962 von Jiri Trnka antiquarisch erworben, dem Erfinder der Figur “Der kleine Maulwurf”. Die dafür hingelegte Summe wirft für mich die Frage auf, ob Kindheitserinnerungen mit Geld aufzuwiegen sind.

Ich bin fest überzeugt, dass die Erinnerungen an die Kindheit umso mehr schwinden, wie die Bücher der Kindheit verloren gehen. Mein Tipp: Wer ein Lieblingsbuch seiner Kindheit bei seinen Eltern liegen hat, der sollte sich beizeiten darum bemühen, es wieder in seine Finger zu bekommen. Es ist aus meiner Erfahrung heraus nicht sicher, dass Eltern “das” Lieblingsbuch ihrer Kinder wirklich kennen. So ist es mir ergangen – die Buben waren samt Elefanten plötzlich “entsorgt”, weil überflüssige Platzbenutzer. Aber ich habe sie wieder. Ich bin aber bereit, der Beate das Buch zurückzugeben, wenn sie es ähnlich vermisst wie ich – die Gebrauchsspuren deuten auf ein “Lieblingsbuch”.

Tess Gerritsen, Scheintot

Sonntag, den 11. Mai 2008
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TessGerrritsenScheintot

Ich bin wieder zufrieden mit einer meiner Lieblingsautorinnen. Nach einer Woche mit Zugreisen, Hotel und schönem Wetter im Gartenstuhl kann ich im Gegensatz zum Titel “Sag niemals STIRB” der gleichen Autorin wieder Positives vermelden.

Mit dem Titel “Scheintot”, der die Story rund um die Detektivin Rizzoli fortsetzt, hat die Autorin wieder ein spannendes Stück Arbeit geleistet. Eine leider sehr realistisch erscheinende Story, viel Spannung, aber leider ein viel zu glattes Ende. Tess Gerritsen scheint wie viele ihrer Landleute davon überzeugt zu sein, dass jedes Verbrechen, egal, wie hoch es angesiedelt ist, einer gerechten Strafe zugeführt würde. Das scheint sie mitunter selbst nicht so recht zu glauben, wenn sie in Bezug auf die bewusst geschürte Terrorhysterie und die damit verbundenen Aushebelungen der Menschenrechte schildert, wie Verbrechen dazu dienen, Geld, Macht und Einfluss zu sichern. Aber es ist manchmal auch für die eigene Psyche hilfreich, wenn mal eine Story befriedigend endet und so zumindest einen kurzen Moment von den echten Verbrechen ablenkt.

Tess Gerritsen, Scheintot bei Weltbild

Tess Gerritsen – Sag niemals STIRB

Samstag, den 10. Mai 2008
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gerritsen.stirb.cover.070214Ich kenne das aus eigener Erfahrung: Der Abgabetermin beim Verleger steht fest und kommt immer näher. Wichtig ist, dass am Stichtag 300 Seiten für den Druck vorliegen, was wirklich im Buch steht, ist egal: Im vorliegenden Fall hat der Verleger vermutlich nicht zu unrecht darauf vertraut, dass sich das Buch schon allein deshalb verkaufen lässt, weil der Name Tess Gerritsen sonst für Spannung und Qualität steht .

Der Titel “Sag niemals STIRB” ist zweifellos das schlechteste Buch, das ich bisher von Tess Gerritson gelesen habe: Ein Nackenbeißer mit künstlicher Liebesstory, die der verworrenen Geschichte auch nicht mehr Spannung verleiht, sondern eher einen Hauch von Kitsch gibt. Das Motiv der Morde und Verfolgungen wirkt konstruiert, die Pointe ist zwar überraschend, aber auch nicht wirklich plausibel. Hartgesottene Fans der Autorin haben sicher ihre Freude am Buch ebenso wie Freunde der Liebesliteratur – ich habe dieses Buch von Tess Gerritsen zugunsten ihrer besseren Stories sicher nach wenigen Tagen wieder vergessen.

Mira Taschenbuch

Eiskalte Wanderung in den Wäldern um Bad Dürkheim – Monika Geier, Schwarzwild

Dienstag, den 29. April 2008
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Leichenfressendes Schwarzwild im Gehege, schwarz arbeitende mazedonische Pflegerinnen, ein “wilder schwarzer” Mann und viel schwarzer Humor – mehr muss von einem Krimi aus dem deutschen Raum nicht erwartet werden. Krimitypisch baut Monika Geier die Szenerie auf, stellt die Figuren in…

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Schwaben morden besser – A Schwob, a Mord? als Ariadnekrimi

Freitag, den 25. April 2008
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Ariadne1178xHintergündig, einfallsreich und unterhaltsam – mit diesen Worten ist Ariadnes dritte Kollektion krimineller Texte bekannter und weniger bekannter schwäbischer Autorinnen treffend charakterisiert.

Ich habe die von Lisa Kuppler zusammengestellte Sammlung gern gelesen, mich an einigen Stellen köstlich amüsiert und an anderen die kreative Schreibe der Krimiladys bewundert. Kurz gesagt: Für Freunde krimineller Short-Stories ist das Buch ein Leckerbissen.

Nachtrag: Beim Krimiblog fand ich ein Interview mit der Herausgeberin und Lektorin Lisa Kuppler zum Start der “Hard Case Crime”-Reihe in deutscher Übersetzung.
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Lisa Kuppler (Hg.)
A Schwob, a Mord?
Ariadne Krimi 1178
ISBN 3-86754-178-7