Text und Tier

Vermischtes, Verschmitztes, Sprachliches und Pädagogisches – Jörg Schumacher – Online-Journalist

Archiv der Kategorie ‘Nachtgedanken‘


Twitter – Der Anfang einer Liebe

Sonntag, den 15. Januar 2012
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“Am Anfang war … ” Nein, nicht das Licht, nicht Twitter, nichts Virtuelles. Am Anfang waren zwei Leben, ihres und meines. Beide Leben waren ihrerseits mit anderen Leben verbunden. In Ehen. Langjährigen, für eine gewisse Zeit glücklichen. Mit Erlebnissen und Gefühlen, die bleiben werden. Und die dennoch nicht für ein Leben ausreichten. Aus Gründen, bekannten und unbekannten. Und plötzlich tritt Twitter aus dem Hintergrundrauschen: “Twitter der Ehekiller”. Bums. Aus dem Off, als Tweet, unvermutet, als Nonmention, also nicht an mich, sondern an die Allgemeinheit gerichtet. Aber stimmt das, nur weil wir jetzt nicht mehr nur bei Twitter zusammen sind?

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Twitter, @deraltesack und eine Timeline – Versuch einer Aufarbeitung

Freitag, den 30. Dezember 2011
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Mittlerweile sind ein paar wenige Tage vergangen, die ich mich von Twitter ferngehalten habe. Aus Gründen, wie der Twitterer sagen würde. Es war ein langer, schwerer Abschied von @deraltesack. Diese Kunstfigur, entstanden aus einer Laune heraus, ist mit Sicherheit tot. Aber genauso sicher wird etwas wieder auferstehen – ein eigenes Ich. Ein realer Mensch bei Twitter? Virtuelles soziales Netzwerk und reales Leben? Ein Trugschluss?

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Erlernte Hilflosigkeit

Donnerstag, den 29. Dezember 2011
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Bei wikipedia findet man eine gute und knappe Beschreibung: “Erlernte Hilflosigkeit bezeichnet das Phänomen, dass Menschen (…) infolge von Erfahrungen der Hilf- oder Machtlosigkeit ihr Verhaltensrepertoire dahingehend einengen, dass sie als unangenehm erlebte Zustände nicht mehr abstellen, obwohl sie es (von außen betrachtet) könnten.

Ein Beispiel aus meiner Tätigkeit als Schulsozialarbeiterin:
Lehrerin H. bittet mich, mit der Mutter von N. Kontakt aufzunehmen, weil deren Schulmaterialien nicht vollständig sind, sie meist nicht wettergemäß gekleidet ist, sie ein ungesundes oder kein Frühstück dabei hat und den Eindruck erweckt, ziemlich oft auf sich allein gestellt zu sein. (weiterlesen …)

Erwachsenenweiterbildung – werden Teilnehmer wieder Grundschüler?

Donnerstag, den 8. Dezember 2011
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Excel- Tabellen für Anfänger

Heute vormittag war ich bei einem Treffen mit anderen Schulsozialarbeitern bei unserem Arbeitgeber. Wir waren 17 Leutchen und saßen schön sozialpädagogisch im Stuhlkreis. Der erste Redner dieses Qualitätszirkels war dann ein Mitarbeiter der Personalabteilung, der uns das neue Arbeitszeiterfassungssystem anhand einer Excel-Tabelle erklärte.

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Unfassbare Zustände

Dienstag, den 6. Dezember 2011
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Ich war letztes Wochenende bei meiner Mutter zu Besuch, in Berlin. Diesmal habe ich ihr ein schickes Geschenk mitgebracht, nämlich eine elegante Strickjacke, worüber sie sich sehr gefreut hat. Wie immer habe ich auch einen Abstecher zu Mutters Freundin Anke gemacht – zusammen haben wir immer allerhand zu kichern, zu quatschen und zu lästern. Aber das, was Anke diesmal zu erzählen hatte, das ist so unfaßbar schräg, dass ich es erzählen muss, obwohl mir noch im Nachhinein davon schlecht wird. (Wer grad etwas isst oder einen schwachen Magen hat: Nicht weiterlesen)

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Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Montag, den 5. Dezember 2011
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Bei unseren morgendlichen Telefonaten im Freundinnenkreis gibt es immer etwas zu erzählen. Heute morgen rief mich meine Freundin Conny an und erzählte folgende Begebenheit.

Sie ging am Ende der Mittagspause zurück ins Büro, als ihr ein südländisch anmutender Testosteron-Macho in Kappe und Bomberjacke entgegen kam. Nach wenigen Augenblicken war zu erkennen, dass die hochschwangere und tief verschleierte Frau hinter ihm zu ihm gehört.

Er ging an Conny vorbei und zischte und brabbelte und wollte wohl auf recht unbeholfene, nichtsdestotrotz aber unverschämte Weise Kontakt zu ihr aufnehmen. Connys Gedankenkarussel bekam Schwung: “Die arme Frau! Da geht er vor und macht fremde Frauen an!”

Conny reagierte natürlich nicht auf die Brabbelei, war aber bass erstaunt, als die Frau sie ansprach: “Haben Sie mal eine Zigarette für mich?”

Manchmal kommt es anders als man denkt! Damit hatte Conny wirklich nicht gerechnet! Ihr fiel so schnell nichts anderes ein als auf den Babybauch zu zeigen und zu sagen: “In Ihrem Zustand? Von mir nicht.”

Was hättet ihr in dieser Situation getan?

Liebeskummer lohnt sich nicht? Mitgefühl spendet Trost

Montag, den 28. November 2011
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Eifrige Leser dieses Blogs werden meinen permanenten Pessimismus und recht enttäuschten Blick auf meine Mitmenschen bereits kennen. Doch heute wurde ich überrascht. Von einer völlig fremden Frau.

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Klassentreffen (2) – 25 Jahre nach dem Ende der 4. Klasse

Donnerstag, den 24. November 2011
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Kurz nach dem recht erfolgreichen Klassentreffen “15-Jahre-nach-dem-Abi” haben wir es noch einmal gewagt. Wir begaben uns in die Tiefen des Internets, haben gesucht und warenerfolgreich: Gestern haben wir uns zu neunt ganze 25 Jahre nach Ende der Grundschule! Unfassbar!

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Jede Nacht schlafslos – Schlaf erfolgreich trainieren mit Schlafkompression

Dienstag, den 22. November 2011
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Ihr wisst ja, dass ich mich jede Nacht mit meinen Nachtgedanken herumschlage und kaum richtig schlafe. Mit dem Buch “Schlaf erfolgreich trainieren” der Autoren Müller und Paterok aus dem Verlag Hogrefe habe ich nun einen neuen Versuch unternommen, meine seit Jahren andauernden Schlafstörungen zu bekämpfen. Und das nicht ohne Erfolg.

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Lohnt sich das – Klassentreffen 15 Jahre nach dem Abitur?

Montag, den 21. November 2011
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Nach langer Suche auf stayfriends.de und facebook.de konnte ich alte Kontakte auffrischen und mit einigen ehemaligen Mitschülerinnen ein Klassentreffen organisieren: 15 Jahre nach dem Abitur. Wir waren uns schnell einig und haben daraus ein jahrgangsübergreifendes Schultreffen gemacht. Am Beginn stand eine Liste, wer irgendwann mal mit uns zusammen die Schule besucht hat: die einen fingen mit uns in der 5. Klasse an, die anderen kamen erst im Laufe der Jahre dazu, wieder andere verließen die Schule nach der 10., 11. oder 12. Klasse. Nur wenige hielten bis zum (sinnlosen?) Abitur durch. Hat sich das Klassentreffen gelohnt?

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