Wort des Tages: ubiquitär
Mein Job ist der Umgang mit Sprache – allgemeinverständlicher Sprache. Deshalb fallen mir vermutlich Wörter, die nach meinem Verständnis nicht unbedingt zum Allgemeinwortschatz gehören, besonders auf. Und da man ja bekanntlich nicht aufhört zu lernen, ist das Ergründen solcher Wörter irgendwie auch spannend:
Der ubiquitären Pornographie zum Trotz ist das Verhältnis von Eltern und Kindern, Lehrern und Schülern zur eigenen Sexualität noch immer ein überaus heikles. Nach wie vor gilt alles Sexuelle insgeheim als verrucht und bleibt darum unaussprechlich.
(Quelle: Wenn wir alle Engel wären, Der vergebliche Kampf der Asketen. Anmerkungen zur sogenannten Mißbrauchsdebatte, Helmut Dahmer, JW-Feuilleton)
Ins “Deutsche übersetzt” ist hier von einer allgegenwärtigen, überall vertretenen Pornographie die Rede – eine Aussage, die nicht nur für das Internet zutrifft (manchmal scheint es, das Internet wäre nur dafür erfunden worden). Dennoch hätte die Verwendung des deutschen Begriffs der Verständlichkeit nicht geschadet, eher im Gegenteil. Der Artikel übrigens ist des Lesens wert.




April 14th, 2010 at 21:40
Man, langsam bin ich echt begeistert von Google, Man findet doch die Informationen die man sucht, die diesem Fall auf dieser Seite! Grueße aus Berlin