Spaß mit der Bahn – verschwunde Plätze
Mein Bauchgefühl sagte mir, dass ich vorsichtshalber einen Zug früher nach München nehmen sollte. Ich wurde in meiner Meinung bestätigt – der übliche Bahnalltag nahm seinen Lauf. Nun gut, in Hannover funktionert die S-Bahn, was vermutlich nicht das Verdienst der Bahn ist. Also kam ich pünktlich am Hauptbahnhof an, sah den Aufzug nach unten verschwinden und nicht wieder nach oben kommen. Passiert, ich bin ja noch beweglich.
Kurz vor Einfahrt des Zuges aus Hamburg wurde erst einmal die Verspätung angesagt mit dem üblichen rethorisch heuchlerischen Bitten um Verständnis – ich habe längst keines mehr. Interessanterweise wurde die Verspätung immer noch angekündigt, als der Zug schon pünktlich im Gleis stand und ich mich schon darin befand.
Die Krönung aber war, dass etwa 2 Minuten vor Einfahrt die Nachricht kam, dass der Zug nur aus einem Zugteil bestehen würde – und das Wörtchen “heute” vermutlich dazugeschummelt. Lauf Fahrplan endet der sonst aus Bremen kommende Zugteil nämlich in Hannover – mit einer anderen Zugnummer, aber zu ähnlicher Zeit am gleichen Bahnsteig wie im Sommerfahrplan. Und zwar so zeitversetzt, dass der zweite Zugteil aus Hamburg tatsächlich am hinteren Bahnsteigteil einlaufen muss. Ich hatte ja Glück, mein Zugteil war da, also auch meine reservierten Plätze. Andere hatten da weniger Glück – die reservierten Plätze befanden sich in Wagen, die nun gar nicht mehr da waren. Interessante Strategie un festzustellen, ob vielleicht eine Zughälfte generell ausreichen würde.







