Das Ypsilon im Bahnverkehr
In Hannover laufen zwei ICE-Linien wie ein Ypsilon zusammen – zwei ICEs aus Bremen und Hannover fahren zusammen nach München weiter. Als Vielnutzer dieser Linie kann ich über dieses Ypsilon Geschichten erzählen über ausgefallene Hälften, veränderte Reihenfolgen, fehlende Wagen, missglückte Koppelmanöver – es gibt immer wieder Spass mit der Bahn. Nun gut, der Spaß für den Reisenden hält sich mitunter in Grenzen – dann überwiegt der sportliche Aspekt.
Heute z.b. kam die zweite Zughälfte aus Hamburg zuerst. Auf dem Bahnsteig überschlugen sich die Meldungen und Entschuldigungen: Zug aus Hamburg heute in Abschnitt A-D, Zug aus Bremen verspätet, Zug aus Hamburg in umgekehrter Wagenreihung. Das letztere war ein sportliche Herausforderung für die Reisenden, die einen Platz am Ende reserviert hatten – dieser war nun am Anfang des Zuges. Aber das musste man erahnen, denn in Hannover ist es für den Reisenden eigentlich egal, woher die Züge kommen – Hauptsache, sie fahren auch zusammen nach München. In Hannover zählen also die Wagennummern, denn auf der Reservierung steht nicht, in welchen Zugteil der reservierte Platz ist. Das fordert das räumliche Vorstellungsvermögen der Reisenden enorm. Aber alles in allem ging die Sache versöhnlich aus – mit “nur” acht Minuten Verspätung machte sich das Team nach München auf. Nur mit dem Strom war heute wieder mal Sense, ärgerlich.



