Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung: Finger weg vom Fingerabdruck!
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung lehnt das schwarz-rote Vorhaben ab, Personalausweisinhaber künftig biometrisch und elektronisch erfassen zu lassen. Die Aktivisten rufen zum Boykott der freiwilligen Überwachungsfunktionen auf. Ich war schon sauer genug, auf dem Pass meinen Fingerabdruck hinterlegen zu müssen.
Zitat aus der Pressemeldung (Die vollständige Pressemitteilung im Internet):
“Der Gipfel des Unfugs ist die freiwillige Aufnahme von Fingerabdrücken, die gerade Straftäter ja gar nicht treffen wird. Die zunächst freiwillige Abnahme soll nur den Weg für eine baldige Zwangsabnahme ebnen.”
Der Arbeitskreis empfiehlt allen Bürgern, der Abnahme des eigenen Fingerabdrucks zu widersprechen, weil er sonst im In- und Ausland aus dem Ausweischip elektronisch ausgelesen und unkontrolliert und ohne Zustimmung des Betroffenen gespeichert und weitergegeben werden kann.
Es ist allerdings zu befürchten, dass die Behörden, außer dass natürlich mehr Geld verlangt wird, bei Ausstellen des PA Druck ausüben werden oder der deutsche Michel sich selbst mit dem Argument belügt, er hätte ja nichts zu verbergen.
“Für elektronische Ausweise sollen wir hunderttausende von Euro an Biometrieunternehmen zahlen, während wirklich wirksame Kriminalpräventionsprojekte und auch tausende von Stellen bei der Polizei seit Jahren gestrichen werden”, kritisiert Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. “SPD und Union betreiben in Wahrheit keine Sicherheitspolitik, sondern eine verkappte Überwachungs- und Industriesubventionierungspolitik.”



